Therapeuten-Patienten Beziehung

Praxisbezogene Grundlagen

Die Dozenten: Didier Repp, Susanne Meyer-Bretschneider

Didier Repp Susanne Meyer-Bretschneider

Kursbeschreibung

Die Fortbildung ist aus der Praxis für die Praxis entstanden und für Menschen gedacht, die therapeutisch tätig sind oder noch werden möchten.

Die Idee dieser Fortbildung ist im Austausch der beiden Dozenten entstanden, die sich fragten, welche Grundkonzepte und Theorien ihren Hintergrund für den Aufbau der therapeutischen Beziehung zum Patienten bilden.

Bei der Beobachtung der eigenen Arbeit und der gegenseitigen Reflektion, kristallisierte sich heraus, wie wichtig es ist, eine bewusstere Wahrnehmung für das zu bekommen, was zwischen Therapeut und Patient geschieht.
Inspiriert durch ihre psychotherapeutische Ausbildung und Arbeit haben sie praxisnahe Übungen entwickelt, die diese besondere Beziehungsebene erfahrbar machen.

Im ersten Seminar werden die Theorien, Modelle und Grundkonzepte skizziert, die als theoretisches Basiswissen für alle weiteren Seminare dienen.
In den Seminaren zwei bis fünf steht das persönliche Erleben im Vordergrund.
Die Übungen sind so ausgewählt, dass sie direkt in der eigenen Praxis bzw. im Kontakt mit Menschen angewendet werden können.

Seminar I

Susanne Meyer-Bretschneider, HP und Didier Repp, HP

Einführung und theoretische Grundlagen

  • Tiefenpsychologisches Entwicklungsmodell
    Beschreibt die emotionalen Entwicklungsphasen des Menschen.
    Alle Emotionen im Erwachsenenalter sind gefärbt durch die Erfahrungen, die wir in unserer Kindheit gemacht haben.
    Man kann sich die Frage stellen, wie es im Erwachsenenalter zu Emotionen kommen kann, die alters- oder situationsunangemessen sind?
  • Strukturelles Persönlichkeitsmodell
    Was ist mit Es, Ich und Über Ich gemeint?
  • Bindungstheorie nach John Bowlby
    Ein Modell, welches die Bindungsqualitäten zwischen Mutter/Vater und Kind beschreibt.
    Wie entstehen sichere Bindungen im Kindesalter?
    Wie zeigen sich die verschiedenen Bindungsqualitäten im Verhalten?
    Wie kann das Wissen um die unterschiedlichen Bindungsqualitäten genutzt werden, um eine gute Therapeuten – Patienten Beziehung aufzubauen?
  • Keimblätter
    Bei der Entstehung des Embryos im Mutterleib entwickeln sich drei sogenannte Keimschichten, die die Grundlage aller Gewebe und Organe im Körper bilden. Es entwickelt sich ein Nerven- und Sinnessystem, ein Knochen und Muskelgerüst und ein Atmungs- und Verdauungssystem. Diese Körpergewebe werden vom emotionalen Erleben beeinflusst.
    Das Grundkonzept der körperorientierten Psychotherapie setzt die Keimschichten in Bezug zu Denken, Fühlen und Handeln.

Seminar II

Didier Repp, HP

Räume

Jeder Mensch nimmt einen unsichtbaren, jedoch spürbaren Raum ein.

Wir nähern uns der Wahrnehmung dieser Räume. Diese Wahrnehmung hilft uns, den Kontakt zu uns selbst in der therapeutischen Arbeit zu halten und uns nicht in die Thematik unseres Patienten zu verwickeln.

Seminar III

Susanne Meyer-Bretschneider, HP

Wahrnehmung

Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt darin, unsere körperliche Resonanz auf ein Gegenüber erfahrbar zu machen.
Durch Beobachtung von z.B. Atmung oder Muskeltonus in uns selbst und unserem Gegenüber bekommen wir Ideen, wie wir dem Patienten
unterstützend begegnen können.
Wir üben die Wahrnehmung der drei Ebenen von Denken, Fühlen und Handeln.

Seminar IV und V

Susanne Meyer-Bretschneider, HP und Didier Repp, HP

Eigene Erfahrungen / Praxisfälle / Vertiefung

Diese beiden Seminare sollen helfen, das Erlernte zu vertiefen und aufgekommene Schwierigkeiten zu überwinden.
Dazu eignet sich besonders das Besprechen von persönlichen Erfahrungen und Praxisfällen.

Zudem beschäftigen wir uns mit den Emotionen, die in der Therapeuten – Patienten Beziehung entstehen können, wie z.B. Wut, Nervosität, Distanziertheit, Unberührtheit, Inkompetenz…und skizzieren Ideen, wie wir sie in der Praxis hilfreich nutzen können.

Mit dieser Fortbildungsreihe wenden wir uns an Menschen, die im helfenden Beruf oder in helfenden Bereichen tätig sind.